willkommen.png
Wir laden Sie ein auf unserer Website schon einmal durch das Schlüsselloch der Schlosstür zu blicken!

Informieren Sie sich über regelmäßig stattfindende Wechselausstellungen zu kultur- und stadtgeschichtlichen Themen, Erlebnisführungen mit Monsieur  Frédéric Guillaume de la Marche, Programme für junge Besucher, Schulklassen und Kindergärten sowie über aktuelle Veranstaltungen.

Machen Sie sich vorab ein Bild von den Prunkgemächern des Herzog- und Herzoginnenappartements, welche den Kern der museal genutzten Schlossräume bilden.

Erleben Sie bei einem persönlichen Besuch die Wohn- und Hofkultur der Wolfenbütteler Residenz, deren faszinierender Zauber noch heute unmittelbar zu spüren ist.

Hier lässt sich BAROCKES ERLEBEN!






Veranstaltungen.png

Sonntag, 11. Mai
Beginn 16:30Uhr

Erlebnisführung
mit dem herzoglichen Tanzmeister
Monsieur de la Marche durch die hochbarocken Staatsappartements des Wolfenbütteler Schlosses.

Anmeldung: Telefon 05331/9246-0
Eintritt: 7,50 € pro Person
Weitere Termine: 15.06.14, 13.07.14, 14.09.14 
       



  

 
   


Aktuell

Ausstellung
Die Sonne im Norden
1633-1714
Herzog Anton Ulrich
von Braunschweig-Wolfenbüttel
09. Mai – 05. Oktober

Sonntag 10:00 Uhr Führung durch die herzoglichen Gemächer



 


Fuehrungen.png
tanzmeister_1729_rzic_kl.jpg M. Frédéric Guillaume de la Marche

  fuehrung_2_kl.jpg Herzogwappen über dem Schlossportal   fuehrung_1_kl.jpg Schlossbrücke und Schlossportal
  fuehrung_n_5_kl.jpg
Herzogshut und Monogramm von Herzog August Wilhelm

  fuehrung_3_kl.jpg Figur der Grabenbrüstung
Die Besichtigung der historischen Schlossgemächer sowie der Museumsräume ist während der Öffnungszeiten jeder Zeit ohne Führung möglich. Schloss-Führungen (auch außerhalb der Öffnungszeiten sowie in englischer oder französischer Sprache) können nach schriftlicher oder telefonischer Voranmeldung vereinbart werden.

Thematische Sonderführungen zum fürstlichen Hofzeremoniell und zur Tafelkultur werden durch den "Hochfürstlichen Tanzmeister Monsieur Frédéric Guillaume de la Marche" mit max. 30 Personen durchgeführt - ideal auch für Familienfeiern, Betriebsveranstaltungen und Jubiläen.

Auf Anfrage können Sie auch Führungen zu unterschiedlichen Themen erleben:
  • Höfisches Leben im Barock
  • Barocke Tafelkultur
  • Führungen durch Sonderausstellungen

 


Historie.png

Wulferusbuttle.png
Burg_WF_Mittelalter_kl.jpg
Burg Wolfenbüttel im Mittelalter
von Osten

  Schloss_WF_1654_kl.jpg
Schloss Wolfenbüttel von Osten
nach C. M. Merian, 1654

  Schloss_WF_1717_kl.jpg
Schloss Wolfenbüttel von Osten
nach C. G. Bäck, 1717



400.png Die erste urkundliche Erwähnung der Herren von Wolfenbüttel (Wulferusbuttle) datiert aus dem Jahr 1118. Schon im Jahr 1255 wurden die Wolfenbütteler Herren jedoch von den Braunschweiger Herzögen von ihrem Stammsitz vertrieben, und die Burg gelangte in den Besitz der Welfen.

Die Wasserburg, die bei ihrem unfreiwilligen Besitzerwechsel erheblich gelitten hatte, wurde im Jahr 1283 unter Einbeziehung älterer Teile durch Herzog Heinrich Mirabilis (reg. 1279-1322) wieder aufgebaut und von den Braunschweiger Welfenherzögen von der Mitte des 14. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts als Residenzburg genutzt.

Herzog Heinrich der Jüngere (reg. 1514-1568) erhob die Residenzburg Wolfenbüttel samt der Dammfestung, dem Bereich um den heutigen Schlossplatz, zum Verwaltungszentrum des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel. Herzog Julius (reg. 1568-1589) führte bei seinem Regierungsantritt 1568 die Reformation im Fürstentum ein. In seiner Regierungszeit entstand durch komplette Neuplanung einer älteren Siedlung die sogenannte „Heinrichstadt“. Sie wurde im 16. und 17. Jahrhundert mehrfach erweitert und stellt die erste planmäßige Stadtanlage der Renaissance in Norddeutschland dar.

Die von einer mächtigen Bastionärbefestigung geschützte Stadt diente den Welfenherzögen bis 1754 als Residenzstadt (Guelpherbytum) und ist bis auf den heutigen Tag weitgehend erhalten geblieben.
Den Namen des fürstlichen Schlosses „Wolfenbüttel“ übertrug man erst im Jahr 1747 auf die verschiedenen Teile der Stadt. Die Rückverlegung der Residenz nach Braunschweig im Jahr 1753/1754 bedeutete das Ende der vierhundertjährigen Residenzgeschichte Wolfenbüttels. Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) lebte zwischen 1770 und 1776 im verwaisten Schloss – hier entstand u.a. das Drama „Emilia Galotti“.

Das alte Welfenschloss wird heute von der Stadt Wolfenbüttel, die in dem Gebäudekomplex das Gymnasium im Schloss, Veranstaltungsräume und das Museum untergebracht hat, sowie von der Bundesakademie für kulturelle Bildung genutzt.  




 


Bedeutende_Pers.png
wolfenpuettelsch_Herz.png
Burg_WF_Mittelalter_kl.jpg
Herzog Anton Ulrich zu Braunschweig
und Lüneburg, um 1695

  Schloss_WF_1654_kl.jpg
Kaiserin Elisabeth Christine,
Anfang 18. Jh.

  Schloss_WF_1717_kl.jpg
Herzog Carl I. 1768


Im Wolfenbütteler Welfenschloss hielten bedeutende Herzöge Hof. In ihrem Auftrag arbeiteten Künstlerpersönlichkeiten von Rang, deren Wirkung weit über die engen Grenzen des Fürstentums reichte. Die Wolfenbütteler Herzöge machten aber auch immer wieder von sich reden.

Ein frühes – wenn auch wenig schmeichelhaftes, aus heutiger Sicht nicht unkomisches – Beispiel hierfür ist eine Schmähschrift Martin Luthers (1483-1546) aus dem Jahr 1541, die auf Herzog Heinrich den Jüngeren (reg. 1514-1568) zielt und ihn nichts weniger als einen „Hans Worst“ nennt.

Herzog Julius (Sohn des o.g. „Hans Wurst“) führte 1568 die Reformation im Fürstentum ein und engagierte den weithin berühmten niederländischen Ingenieur und Maler Hans Vredemann de Vries (1527-1609). Herzog Heinrich Julius begründete in Wolfenbüttel 1592 das erste stehende Theaterensemble in Deutschland, für das er Tragödien und Komödien verfasste. Er förderte John Dowland (1563-1626) und berief Michael Praetorius (1572-1621) zum Hofkapellmeister.

Herzog August der Jüngere (reg. 1635-1666) ging als Gründer der schon zu seinen Lebzeiten berühmten Büchersammlung in die Geschichte ein.
  Seine Bücherschätze werden noch heute in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel verwahrt.

Am Hof August des Jüngeren wirkte auch Justus Georg Schottelius (1612-1676), der „Vater der deutschen Grammatik“, – als Kapellmeister fungierte Heinrich Schütz (1585-1672).

Herzog Anton Ulrich, von seinen Zeitgenossen im In- und Ausland als Dichter von Rang geschätzt, ließ die Wolfenbütteler Bibliotheksrotunde und das von seinen Zeitgenossen vielgerühmte Schloss Salzdahlum mit seiner hochbedeutenden Gemäldesammlung errichten. Der begeisterte Opernfreund berief Reinhard Keiser (1674-1739), den späteren Lehrer Georg Friedrich Händels (1685-1759), an den Wolfenbütteler Hof und als Leiter der fürstlichen Bibliothek gewann er den Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716).

Durch eine geschickte Heiratspolitik gelang es Herzog Anton Ulrich, eine seiner Enkelinnen, Elisabeth Christine (1691-1750), mit dem König von Spanien und späteren Kaiser Karl VI. (reg. 1711-1740) zu verheiraten. Von der Kaiserin Elisabeth Christine, Mutter Kaiserin Maria Theresias (reg. 1740-1780) und Großmutter der französischen Königin Marie Antoinette (1755-1793), stammen die Worte
  „In mir schlägt ein wolfen- püttelsch Herz“.

Wenige Jahre später arrangierte Herzog Anton Ulrich auch die Hochzeit seiner Enkelin Charlotte Christiane Sophie (1694-1715) mit dem russischen Thronfolger.

Die als Mätresse des sächsischen Königs August des Starken bekannt gewordene Reichsgräfin Cosel (1680-1765) lebte in ihrer ersten Zeit als Hoffräulein am Wolfenbütteler Hof und der später als Lügenbaron bekannt gewordene Hieronymus Karl Friedrich von Münchhausen (1720-1797) diente hier in seiner Jugend als Page. Herzog August Wilhelm, wie sein Vater Anton Ulrich ein passionierter Opernliebhaber, engagierte so namhafte Komponisten wie Carl Heinrich Graun (1701-1759) und Johann Adolf Hasse (1699-1783).

Im Wolfenbütteler Welfenschloss wurde schließlich auch Herzogin Anna Amalia (1739-1807), eine Tochter Herzog Carls I. (reg. 1735-1780), geboren, die als Begründerin des „Weimarer Musenhofes“ gilt.  




 


Parta_Tueri.png
mittelalterlichen_Ministeri.png
Das Schloss
Der Schlossplatz heute
Panorama starten


Schloss Wolfenbüttel zeigt sich heute als eine barocke, um einen mehreckigen Hof gruppierte Anlage.

Die breitgelagerte Schaufront ist dem Schlossplatz zugewandt. Hinter den Barockfassaden aus Fachwerk, die einen massiven Bau vortäuschen, verbirgt sich ein steinerner Gebäudekern aus verschiedenen Bauzeiten.

Von der ehemaligen mittelalterlichen Burganlage haben sich Turm- und Gebäuderudimente erhalten. Spuren des großzügigen Renaissanceschlosses des 16. und frühen 17. Jahrhunderts sind noch heute an der „welschen Haube“ samt Laterne des „Hausmannsturmes“, am ursprünglich zweigeschossigen Arkadenhof und in der zweischiffigen Halle der herzoglichen Hofstube („Renaissancesaal“) abzulesen.

Die Wolfenbütteler Herzöge Rudolf August (1666-1704), Anton Ulrich (1685-1714) und August Wilhelm (1714-1731) schufen in zwei Bauphasen das heutige Erscheinungsbild des Schlosses. Hervorzuheben ist besonders die repräsentative Schlossfassade, die mit ihrer von Figuren und Vasen geschmückten Grabenbrüstung, Brücke und Prunkportal in Deutschland einzigartig ist.

Besondere Bedeutung kommt neben dem barock umgestalteten Schlosshof und dem großzügigen Treppenhaus den ausgezeichnet erhaltenen Prunkräumen der herzoglichen Staatsappartements zu. Nach der Residenzverlegung 1753/1754 wurden Teile des Schlosskomplexes abgebrochen. Dabei gingen der mächtige Zentralbau der in Formen der Frührenaissance errichteten Schlosskapelle, der prachtvolle Festsaal des Schlosses, das barocke Opernhaus und ältere Gebäudeteile auf der Südseite des Schlosskomplexes verloren. Trotz dieser Verluste stellt das zweitgrößte Schloss Niedersachsens das besterhaltenste Welfenschloss der Region Braunschweig dar.  

 

 

 

 

 




  Das Schloss
Der Schlossplatz um 1740, Computersimulation Film starten

Der Scholssturm
Blick vom Schlossturm,
Fotomontage mit Bibliotheks-Rotunde


 


Museum_erleben.png

Historischen_Schlossraeume.png
Schloss Wolfenbüttel, Herzogappartement, Antichambre
Antichambre des Herzogs
Panorama starten


Vom Schlosshof gelangt man durch das zweiläufige Barocktreppenhaus - das älteste noch erhaltene seiner Art in Norddeutschland - zu den herzoglichen Staatsappartements in der ersten Etage. Durch den ehemaligen Trabanten- oder Gardesaal, dem heutigen Eingangsraum des Museums, erreicht man das Staatsappartement des Herzogs. Das anschließende sechsräumige Appartement entstand in der Zeit Herzog Rudolf Augusts (reg. 1666-1704) ab 1690 und diente dessen Bruder und Nachfolger Herzog Anton Ulrich (reg. 1685-1714) ab 1704 als Staatsappartement.

Treppenhaus Schloss Wolfenbüttel, Herzogappartement, Audienzzimmer
Audienzzimmer des Herzogs
Panorama starten


Die original erhaltenen, zwischen 1995 und 2001 vorbildlich restaurierten Gemächer (Antichambre, Audienzgemach, Paradeschlafzimmer mit Retirade sowie Kabinett und Galerie) sind mit reichen Stuckaturen des aus Oberitalien stammenden Giaccomo Perinetti geschmückt. Deckenbilder, Holzarbeiten und behutsam wiederhergestellte Wandbespannungen aus Damast komplettieren die Dekorationen. Die Räume sind mit wertvollen Braunschweiger Barockmöbeln, Gemälden (namentlich Porträts von Mitgliedern der herzoglichen Familie), Wirkteppichen, Plastiken und Ostasiatika ausgestattet. Anhand der lebendig und mit wissenschaftlicher Akribie auf der Basis des ältesten Inventars inszenierten Prunkräume wird Funktion, Nutzung und Anwendung des Hofzeremoniells nachvollziehbar.

Venussaal_Herzoginnen.png
Schloss Wolfenbüttel, Herzoginnenappartement, 1. Antichambre
Erste Antichambre der Herzogin
Panorama starten


Im ehemaligen herzoglichen Ess-Gemach, dem heutigen "Venussaal", sowie in den Gemächern des Herzoginnenappartements und in der sogenannten Hofgalerie werden eine Reihe von Themen zum Leben am Wolfenbütteler Welfenhof aufgegriffen und dargestellt. Die Räume des Herzoginnenappartements sind wie die Prunkgemächer des Herzogsappartements reich mit Stuck und Deckengemälden geschmückt und mit Barockmöbeln, Wirkteppichen, Gemälden und Porzellan ausgestattet. Besonders hervorzuheben sind zwei mit intarsierten Wandvertäfelungen des frühen 18. Jahrhunderts versehene Räume. Zwei Tafelinszenierungen in Silber und Porzellan, Vitrinen mit wertvollem Tafelgerät aus Silber und Glas sowie instruktive Erläuterungen machen das fürstliche Tafelzeremoniell am Wolfenbütteler Hof nachvollziehbar. Eine Rauminszenierung, Exponate in Wandvitrinen und eine Hörstation mit Werken Wolfenbütteler Hofkapellmeister erzählen vom Hofleben und den Unterhaltungsformen der Hofgesellschaft, vom Glückspiel, Liebesabenteuern, Duellen, Hofjagden, Musik- und Theateraufführungen im Opernhaus, Hoffesten mit Feuerwerk und Hofbällen sowie von der Ausbildung der Prinzen und Prinzessinnen.  





 


Zeitraeume.png
Burg_WF_Mittelalter_kl.jpg
Schloss Wolfenbüttel,
Willkomm und Zunftlade

  Burg_WF_Mittelalter_kl.jpg
Schloss Wolfenbüttel,
Biedermeierzimmer



Den historischen Schlossräumen schließt sich ein Rundgang durch die Dauerausstellung "Zeiträume" an, deren neutral gehaltene Ausstellungsräume eine Vielzahl von Exponaten und Rauminszenierungen zur Kulturgeschichte der Stadt Wolfenbüttel und seiner Einwohner aus den Zeiten der Frühen Neuzeit, des Absolutismus, des Biedermeiers, der Industrialisierung, des Jugendstils und der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg umfassen. Besonders hervorzuheben sind die Handwerksaltertümer, Zunftladen und Willkomm-Deckelpokale, eine Schuhmacherwerkstatt sowie Wohnrauminszenierungen der Renaissance, des Biedermeiers und Jugendstils.

Burg_WF_Mittelalter_kl.jpg Wilhelm Busch   In den Zeiträumen finden sich auch Gemälde und Graphik des bekannten Humoristen und Malers Wilhelm Busch, der bei seinen häufigen Sommerbesuchen im Hause seines Bruders in Wolfenbüttel lebte.




 


Wo_Rom_Paris.png
ehemalige_Lustschloss.png

Lustschloss Salzdahlum,
von Osten, um 1694

 
Lustschloss Salzdahlum,
von Westen, um 1714


Lustschloss Salzdahlum, Computersimulation
Film starten


Leo von Klenze (1784-1864) lernte während eines Besuches in Salzdahlum das Belichtungsprinzip der Salzdahlumer Galerie kennen und griff es beim Bau der Münchener Alten Pinakothek wieder auf. In der Schlosskapelle heiratete im Jahr 1733 Herzogin Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1715-1797) den Kronprinzen und späteren König Friedrich II. von Preußen (reg.1740-1786).
In den Jahren zwischen 1811 und 1813 riss man das Schloss ab, und der Barockgarten wurde samt Parkbauten eingeebnet.

Einer der Museumsräume, die "Salzdahlum-Galerie", ist dem ehemaligen Lustschloss, seinen Sammlungen und seinem Garten gewidmet. Zwei Modelle, ein virtueller Rundgang durch Schloss und Garten sowie eine Vielzahl von Kupferstichen lassen das untergegangene Schloss wieder auferstehen.  
  Am Südrande des Dorfes Salzdahlum, heute ein Ortsteil Wolfenbüttels, erhob sich einst das fürstliche Lustschloss Salzdahlum, dessen Innenräume, namentlich das große Treppenhaus, der Festsaal, die Grotte im Kellergeschoss sowie der Garten, überregional Architekturgeschichte schrieben und als Vorbild für zahlreiche barocke Schlossanlagen in Mitteleuropa dienten.

Herzog Anton Ulrich (reg. 1685-1714) ließ die nahezu ganz aus Holz errichtete Schlossanlage nach Plänen von Johann Balthasar Lauterbach (1663-1694) und Hermann Korb (1656-1735) errichten.

Die Entwürfe zu Schloss und Garten griffen Anregungen aus Italien, Frankreich und den Niederlanden auf. Zar Peter der Große (reg.1696-1725) besuchte Herzog Anton Ulrich im Jahre 1713 in Salzdahlum, des Herzogs "Paradies auf Erden".

Herzstück der Schlossanlage waren die umfangreichen Bilder- und Kunstgewerbekollektionen in den Kunstsammlungstrakten. Besonders erwähnenswert ist darunter die "Große Gemäldegalerie", deren Schätze größtenteils noch heute im Braunschweiger Herzog Anton Ulrich-Museum zu bewundern sind.

 


 


Die_Porzellansammlung.png

Schloss Wolfenbüttel, Exponate der Porzellanmanufaktur Fürstenberg, zweite Hälfte 18. Jh.

Am 11. Januar des Jahres 1747 unterzeichnete Herzog Carl I. (reg. 1735-1780) im Wolfenbütteler Residenzschloss den Erlass zur Gründung einer fürstlichen Braunschweigischen Porzellanmanufaktur.

Dem Gründungsakt, der im "Neuen Herzogappartement" vollzogen wurde, waren im Wolfenbütteler Schloss seit 1744 Versuche zur Porzellanherstellung vorausgegangen.

Die Herstellung verlegte man dann in das Welfenschloss in Fürstenberg an der Weser.
  Die noch heute arbeitende Porzellanmanufaktur Fürstenberg stellt die drittälteste in Deutschland dar (älteste Porzellanmanufaktur: Meißen, gegründet: 1710; zweitälteste Manufaktur: Höchst, gegründet: 1746).

Im ehemaligen Paradeschlafzimmer des "Neuen Herzogappartements" werden Kostbarkeiten des "weißen Goldes" aus Fürstenberg, vom Rokoko bis zum Jugendstil gezeigt. Außerdem sind in diesem Raum Porzellangefäße der französischen Porzellanmanufaktur Sèvres zu finden, die als Gastgeschenke im Rahmen der Städtepartnerschaft Sèvres-Wolfenbüttel in den Besitz des Museums gelangten.  

 


Kinder_im_Museum.png



 
   
Schloss_Erlebnis.png
Mit unserem museumspädagogischen Programm bieten wir interessante Einblicke in die Geschichte der Residenz der Herzöge von Braunschweig - Wolfenbüttel und der Stadt Wolfenbüttel.

Auf anschauliche und unterhaltsame Weise erfährt man Wissenswertes über Kunst, Kultur und Politik.

Verschiedene Projekte und Werkstätten laden zu kreativem Gestalten ein.
Ob als Erwachsener, Jugendlicher oder Kind - allein, in der Gruppe oder mit der Schulklasse - ein Besuch lohnt sich immer.


Auskunft und Beratung bei Cortina Teichmann
Telefon 0 53 31 / 92 46 14
 


 


Geburtstag.png

Schauen_Selbermachen.png Die Geburtstagsgesellschaft kann z. B. Schatzkästchen und -truhen erkunden und selbst eine solche herstellen.
Wer einmal Prinz oder Prinzessin sein möchte, kann sich in historische Gewänder kleiden und Interessantes über das Leben und Benehmen bei Hofe erfahren.

Wieso war vor 300 Jahren die Tulpe die beliebteste Blume und für die meisten Menschen unerschwinglich?

Weshalb trug der Herzog eine Perücke?

Warum legte man die Speisen auf Silberteller und seit wann isst man mit Messer und Gabel?

Für Kinder ab 9 Jahren


  Museum_Kennenlernen.png
Eine Entdeckungstour durch das Museum mit spannenden Geschichten und Spielen.
Für Kinder ab 6 Jahren


Erlebnis_Werkstaetten.png Hier könnt Ihr unterschiedliche Materialien und künstlerische Techniken kennenlernen und erproben:
Wie wurden zum Beispiel Farben und Tinte hergestellt?
Wie erkenne ich Porzellan oder echtes Elfenbein?

Für Kinder ab 9 Jahren, max. 12 Kinder

Kosten: je nach Materialaufwand
Themen und Termine: siehe aktuelle Ankündigung



 


Kinder_Ritterfest.png
  Alle zwei Jahre findet im Schlossinnenhof ein Kinder-Ritterfest statt.

Mädchen und Jungen im Alter von 5 bis 12 Jahren sind herzlich zu Spiel und Spaß rund um stolze Ritter und liebreizende Burgfräulein eingeladen.

In den verschiedenen Werkstätten des Museums können die passenden Gewänder und das entsprechende Zubehör gefertigt werden.
 


Museumspaedagogik.png
Burg_WF_Mittelalter_kl.jpg
  Schloss_WF_1654_kl.jpg
  Schloss_WF_1717_kl.jpg
Kindergaerten.png Wie im Märchen - das Leben im Schloss
Eine spannende und lehrreiche Entdeckungsreise durch die prachtvollen Schlossräume und rund um das Wolfenbütteler Schloss.

Die Wappen von Rittern, Herzögen und Städten

Rundgang durch das Museum. Dabei werden unterschiedliche Wappen gesucht und ihrem Nutzen sowie ihrer Bedeutung nachgespürt. Anschließend fertigt jeder sein eigenes Wappen.
Für Kinder ab 5 Jahren
  Grund_Hauptschule.png Ausstellungsstücke und ihre Geheimnisse
Interessantes und Spannendes zum Leben vor 300 Jahren
Klassenstufe 2 bis 8

Schreiben mit dem Gänsekiel wie vor 300 Jahren
Auf welchem Material wurde geschrieben, mit welcher Tinte und wie wurden Briefe verschlossen?
Klassenstufe 4 bis 6
  Realschule_Gymnasium.png Absolutismus in Wolfenbüttel
Herzog Anton Ulrich und die barocke Repräsentation
Kunst - Politik - Kultur
Klassenstufe 8 bis 10

Mit dem hochfürstlichen Tanzmeister Monsieur de la Marche durch die Gemächer des Schlosses
Klassenstufe 5 bis 10

 


service.png




Oeffnungszeiten.png
Dienstag-Sonntag:
10.00 Uhr - 17.00 Uhr,
Montag geschlossen,
letzter Einlass: 16.30 Uhr

Die Besichtigung der historischen Schlossgemächer sowie der Museumsräume ist während der Öffnungszeiten jeder Zeit ohne Führung möglich.

Schloss-Führungen (auch in englischer oder französischer Sprache), thematische Sonderführungen zum fürstlichen Hofzeremoniell und zur Tafelkultur, Erlebnisführung durch den "Hochfürstlichen Tanzmeister Monsieur Frédéric Guillaume de la Marche" können nach schriftlicher oder telefonischer Voranmeldung vereinbart werden.
 



Monsieur Frédéric Guillaume de la Marche, hochfürstlicher Tanzmeister des allergnädigsten und durchlauchtigsten Fürsten, Herrn August Wilhelm, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, empfiehlt sich dem hochgeneigten Publico. Monsieur de la Marche lädt ein zu heiteren Touren durch Säle, Gemächer und Kabinette des weitberühmten Residenzschlosses zu Wolfenbüttel.
Er offeriert dem werten Publico, dero Gemütserquickung mit gedenkwürdigen Geschichten, amourösen Historien und anderen vortrefflichen und wahrhaftigen Begebenheiten zu befördern.
 

Eintrittspreise.png
Erwachsene: 3,50 €

Kinder bis 12 Jahre:
Freier Eintritt

Jugendliche: 1,00 €

Gruppen (ab 10 Personen):
2,50 € pro Person

Führungspauschale: 
40,00 € zzgl. Eintritt

Schulklassen:
1,00 €  pro Person
2 Begleitpersonen frei
inkl. Führung

Übliche Ermäßigungen

Erlebnisführung Tanzmeister de la Marche: 198,00 Euro (max. 30 Personen)






 


Museumsshop.png Neben den hier aufgeführten Titeln bieten wir Ihnen während unserer Öffnungszeiten noch weitere interessante Veröffentlichungen und Bücher in unserem Museumsshop an. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


service4_kl.jpg
Hans-Henning Grote,
Schloss Wolfenbüttel
Residenz der Herzöge zu Braunschweig und Lüneburg

Appelhans Verlag Braunschweig, 2005, ISBN: 3-937664-32-7, 256 Seiten,
213 Abbildungen, 24,80 Euro

  franz_fink_buch1a_kl.jpg
Hans-Henning Grote,
Franz Finck und das Schlossbrückenensemble in Wolfenbüttel,
Hrsg.: Förderverein Museum im Schloss Wolfenbüttel e.V., Wolfenbüttel, 2012, 120 Seiten,
109 Abbildungen,

17,95 Euro

  zimmermann_broschuere_kl.jpg
Familie Zimmermann - Ein Stück Wolfenbütteler Geschichte
Wolfenbüttel, 2011,
40 Seiten,
67 Abbildungen,
5,00 Euro







Kontakt.png

traeger.png
Stadt Wolfenbüttel
Leitung: Museumsleiter Dr. Hans-Henning Grote
Museumspädagogin: Cortina Teichmann
  anschrift.png
Schloss Wolfenbüttel
Museum
Schlossplatz 13
38304 Wolfenbüttel
05331/ 92460
Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
 



Allegorie des Welfenhauses, Audienzzimmer des Herzogs


Links.png

Die neue Bürger-Kommunikations-Plattform:
www.direktzu.de/pink

Stadt Wolfenbüttel:
www.wolfenbuettel.de

Förderverein Museum im Schloss Wolfenbüttel:
www.schlossmuseum.org

Wolfenbüttel Marketing & Tourismus Service GmbH:
www.wolfenbuettel-tourismus.de

Bundesakademie für kulturelle Bildung:
www.bundesakademie.de

Gymnasium im Schloss:
www.gis-wf.de

Landesmuseum Braunschweig:
www.landesmuseum-bs.de
  Herzog Anton Ulrich-Museum, Braunschweig:
www.museum-braunschweig.de

Städtisches Museum, Braunschweig:
www.braunschweig.de/staedtisches_museum

Die Welfen:
www.welfen.de

Bomann-Museum Celle:

www.bomann-museum.de

Castlewelt:
www.castlewelt.com


 


Impressum.png

Schloss Wolfenbüttel
Museum
Schlossplatz 13
D 38304 Wolfenbüttel

Telefon: +49 05331 92460
e-mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können


Redaktion:

Dr. Hans-Henning Grote


Rechtliche Hinweise zur Haftung
Das Museum Schloss Wolfenbüttel ist um Richtigkeit und Aktualität der auf dieser Internetpräsenz bereitgestellten Information bemüht. Fehler und Unklarheiten können trotzdem nicht vollständig ausgeschlossen werden. Das Museum Schloss Wolfenbüttel übernimmt deshalb keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Für Schäden materieller und immaterieller Art, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen oder mittelbar verursacht werden, haftet das Museum Schloss Wolfenbüttel nicht, sofern ihr nicht nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden zur Last fällt. Gleiches gilt für kostenlos zum Download bereitgehaltene Software. Das Museum Schloss Wolfenbüttel behält sich vor, Teile des Internetangebots oder das gesamte Angebot ohne gesonderte Ankündigung zu verändern, zu ergänzen, zu löschen oder die Veröffentlichung zeitweise oder endgültig einzustellen.

Die Verantwortlichkeit für "fremde Inhalte", die beispielsweise durch direkte oder indirekte Verknüpfungen (z.B. sogenannte "Links") zu anderen Anbietern bereitgehalten werden, setzt unter anderem positive Kenntnis des rechtswidrigen bzw. strafbaren Inhalts voraus. "Fremde Inhalte" sind in geeigneter Weise gekennzeichnet. Das Museum Schloss Wolfenbüttel hat auf "fremde Inhalte" keinerlei Einfluss und macht sich diese Inhalte auch nicht zu Eigen. Das Museum Schloss Wolfenbüttel hat keine positive Kenntnis über rechtswidrige und anstößige Inhalte auf den verknüpften Seiten fremder Anbieter. Sollten auf verknüpften Seiten fremder Anbieter dennoch rechtswidrige und anstößige Inhalte enthalten sein, so distanziert sich das Museum Schloss Wolfenbüttel von diesen Inhalten ausdrücklich.

Rechtliche Hinweise zum Urheberrecht
Das Layout der Homepage, die verwendeten Graphiken und Fotos sowie die sonstigen Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.

Wissenschaftliche Rekonstruktionen:
Dipl.-Ing. Holger Wittig,
Dr. Hans-Henning Grote,
Dipl.-Ing. Elmar Arnhold,
Dr. Simon Paulus


Erstellung der 3-D-Animationen und Filme:
Dipl.-Ing. Frank Ziehe,
Arbeitsgemeinschaft Gebautes Erbe 3D,
An der Petrikirche 4,
D 38100 Braunschweig
www.gebauteserbe.de
  Umsetzung, Grafik, Layout und Programmierung:
just be GmbH
Kalenwall 1
D - 38100 Braunschweig

fon: 05 31 / 20 90 01-0
www.just-be-agency.com